Montag, 18. Februar 2013

Montag, 18. Februar 2013, Pt. Broughton, Yorke Peninsula



Montag, 18. Februar 2013
Als erste brechen wir auf. Das ist schon erstaunlich, denn sonst sind die Australier immer schon sehr früh auf den Beinen.
Gestern bei der Ankunft ist unsere Einstieghilfe kaputt gegangen, also halten wir in Port Augusta und kaufen eine neue.
Von Hancock's Lookout zwischen P. A. und Wilmington "hinter den Bergen" hat man einen tollen Ausblick auf Gulf Spencer und die Umgebung. Und Alligator Gorge im "Mount Remarkable National Park" bietet wieder wunderbare Bäume, Felsen und Ausblicke. Warum der Berg Remarkable, also Bemerkenswert heißt? Ich denke mir, weil er als einziger in der Umgebung bis oben dicht bewaldet ist.
Bei der Weiterfahrt passieren wir die Goyler Line, das ist eine Linie, die sich ein Herr Goyler ausgedacht hat. Südlich bzw. Östlich von ihr ist Landwirtschaft, nördlich/westlich findet man die Viehwirtschaft. Das hängt mit der jährlichen Niederschlagsmenge zusammen, weniger als 215 mm/Jahr sind nicht mehr ausreichend für Landwirtschaft. Hier hat es mehr und das merken wir: Zum ersten Mal seit mindestens drei Wochen sehen wir wieder (abgeerntete) Getreidefelder und sogar die ersten Weinstöcke tauchen am Wegrand auf. In Stone Hut (schon interessant, dass ein Ort so heißt, das lässt doch einiges vermuten, was die Behausungen der anderen Orte in der Umgebung betrifft.) gibt es eine Bäckerei, dort machen wir eine Pause, ausnahmsweise sogar mit einer Zwischenmahlzeit.
So erreichen wir am frühen Nachmittag Pt. Broughton am Eingang der Yorke Peninsula und kehren auf dem dortigen Caravan Park ein. Viele, überwiegend ältere, Camper sind da. Es gibt einen schönen Pool und eine große, gut ausgestattete Camp Kitchen. Schade, heute brauchen wir sie eigentlich nicht

Sonntag, 17. Februar 2013
Doch am Morgen ist alles vorbei, der Himmel ist wolkenlos, die Sonne findet kein Hindernis. Schon beim Frühstück beginnt es warm zu werden.
Wie gestern durchfahren wir mittleres bis niedriges Waldgebiet. Das heißt, dass alle zehn bis zwanzig Meter ein etwa 10 m hoher Baum (Eukalyptus oder Akazien) steht. Dazwischen wachsen Büsche , die auch drei Meter hoch werden, und der Boden ist mit Gras, Blue- und Saltbush bedeckt. Den spärlichen Schatten der Bäume nutzen die Kängurus und lagern dort. Das ist blöd, wenn sie am Straßenrand liegen, denn sie sind im Schatten schwer auszumachen, springen aber im Zweifelsfall etwa fünf Meter vor dem Auto auf um wegzulaufen. Bisher hat es immer gereicht.
Kaum haben wir, ziemlich genau zu Highnoon, Mt. Ive Station in Richtung Eiserner Knopf (Iron Knob, eine Eisenmine der BHP ist der Hauptarbeitgeber) passiert, setzt erheblicher Gegenverkehr ein. Was ist denn jetzt los? Die entgegenkommenden Fahrzeuge sind schon nicht mehr zu zählen. Es sind PKWs, 2WDs, 4WDs, Kleinlaster, ein Motorrad ist dabei und ein Bus, Fahrzeuge mit Wohnwagen und mit Campingtrailern, sogar mit Autos auf dem Anhänger. Und jedes Mal stehen wir, wenn auch im Allgemeinen nur kurz, in einer Staubwolke.
In Iron Knob ist es vorerst vorbei mit den Dirt Roads. Hier erfahren wir, was es mit dem Verkehr auf sich hat: Ab Morgen ist an Lake Gairdner, einem trockenen Salzsee, den wir gestern passiert haben, eine Woche lang Autorennen. Einfach so, mitten in der Arbeitszeit und mitten im Nichts. Wenn es regnet, wird abgesagt, auch einfach so.
Der Campingplatz in Iron Knob ist nicht so sehr verlockend und so fahren wir entgegen unseren Plänen weiter auf dem Eyre Hwy Richtung Osten und buchen bei einer Farm, Pandurra Station, ein. Die "unpowered sites" sind allerdings auch hier schattenlos und zudem ziemlich nahe am Eyre Hwy, mal sehen, wie das heute Nacht wird. Aber es gibt einen wunderbaren Swimmingpool, das entschädigt für vieles, auch für die unseres Erachtens fehlende Camp Kitchen.
Auf dem Platz kommen am Nachmittag viele Gäste an. U. a. ist da eine Gruppe mit sechs Ehepaaren aus Murray Bridge, die auf dem Weg sind zum Lake Gairdner. Einer von ihnen war schon da, als wir kamen und spricht uns im Pool an. Er und seine Frau sind schon fünf Mal um Australien getourt, immer mit dem Wohnwagen. Und immer sind sie nach Murray Bridge zurückgekommen. Da er und seine Freunde sich für Autos interessieren (sie haben alle irgendwelche Oldtimer) wollen sie sich jetzt die Rennen ansehen auf dem Lake Gairdner. Die letzten zwei Jahre ist das Event ausgefallen, wegen Regen.

Samstag, 16. Februar 2013
Am Abend und in der Nacht kam niemand vorbei. Das erste menschliche Wesen sehen wir, als wir schon wieder unterwegs sind Richtung Moonaree Station. Das war es dann schon mit Verkehr, bis wir - vorbei an der Yardea Station - in den Gawler Ranges National Park kommen. Aber auch hier ist die öffentliche Nutzung eher gering, außer uns sehen wir zwei weitere Fahrzeuge mit dem Permit an der Scheibe und einen Ranger.
Bei Kolay Hut wollen wir übernachten, dort werden wir von insgesamt 6Kängurbegrüßt, die erschreckt weghoppeln. Aber weil es dort wieder sehr viele Fliegen gibt , fühlen wir uns angetrieben, uns wieder auf den Weg zu machen. Und so landen wir dann am Chillunie Campground, einem lauschigen Fleckchen, sogar mit Schatten durch mittelhohe Eukalypten, allerdings ohne Toilette.
Wie gestern sehen wir sehr viel Wildlife in Form von Kängurus und Emus. Dafür machen sich die Vögel sehr rar. Es ist einfach ungewohnt, in einem Wäldchen zu sitzen und keine Vögel zu hören. Oder besser, fast keine, denn ganz selten ist doch mal einer unterwegs.
Schon am Nachmittag hat die Bewölkung zugenommen, jetzt wird sie immer dichter und es fallen ein paar Tropfen. Genauso viele, dass noch jeder einzelne "Einschlag" am Boden zu sehen ist und dass kaum etwas frei bleibt. Ich bleibe einfach sitzen.

Freitag, 15. Februar 2013
Beim Bäcker in R. D. gibt es kein Brot - wahrscheinlich wurde alles nach Marree verschickt. So müssen wir zu Woolworth und uns dort eines kaufen.
Über die B97 geht's zurück nach Woomera und Pilba, von dort debn Stuart Hwy entlang nach Glendambo. Unterwegs halten wir am Lake Hart, einem großen Salzsee. Vor allem von unten, von seiner Oberfläche aus, bietet sich ein tolles Bild. Den See kennen wir schon, bei unserer Parforcefahrt 2010 von Leigh Creek über Stirling North nach Coober Pedy haben wir hier ebenfalls einen Zwischenstopp eingelegt.
In Glendambo verlassen wir den Stuart Hwy und folgen der Trans Australian Railway nach Westen, um bei Kingoonya nach Süden abzubiegen. Die Straße ist mal mehr, mal weniger gut, an manchen Stellen ziemlich rau, aber insgesamt sogar mit einem PKW befahrbar: Wir werden einmal von einem überholt. Im Südwesten braut sich was zusammen, da möchte ich dann lieber nicht sein. Aber unser Weg führt uns daran vorbei. Nach der Trennung der Straßen nach Wirrulla in der einen und Iron Knob in der anderen Richtung stellen wir uns neben der Straße hinter und neben ein kleines Dickicht. Hier bleiben wir. Alles ist gut bis auf die Fliegen, die sich jetzt auch nicht mehr an der Creme stören, die die Fliegen abhalten soll.

Donnerstag, 14. Februar 2013
Nicht mal um kurz nach fünf war ich im Waschhaus alleine, wir sollten wieder nach Norden verschwinden.
Nach einem Anruf bei Bruno, um den Termin in Adelaide zu bestätigen, machen wir uns auf den Weg und folgen dem Stuart Hwy. Nicht zum ersten Mal sind wir hier unterwegs, aber die Gegend sieht doch jedes Mal anders aus. Über den Flinders Ranges im Osten hängen dicke Wolken, hier ist Sonne. Und so rollen wir nach Norden, frisch bereift und mit durchgeführtem technischem Check. Es ist ein gutes Gefühl, dass die Reifen wieder zuverlässig sind.
In Woomera sehen wir uns ein wenig um und sind überrascht, dass alles so neu und ordentlich ist. Auch Roxby Downs erstaunt uns, ich wusste nicht, dass der Ort erst 1988 aus dem Boden gestampft wurde, als Unterkunft für die BHP-Mitarbeiter, die nördlich von hier am Olympic Dam Bergbau betreiben, die größte unterirdische Mine der Welt, sagen sie, mit 460 km unterirdischen Wegen.
Weiter nach Andamooka. Schon zwischen Woomera und R.D. ist eine steinige Wüste ohne einen einzigen Baum und fast ohne Strauch, noch glatter also als die Nullarbor. Hier gibt es keine Kängurus und keine Emus, kein Schaf und keine kuh - man würde sie kilometerweit sehen. Diese Ebene setzt sich nach einer Unterbrechung auf dieser letzten Strecke fort. Andamooka ist eine Ansiedlung, die nur existiert, weil dort in den 40er-Jahren des letzten Jahrhunderts Opale gefunden wurden, etwa 3 bis 10 m unter der Erdoberfläche, also einigermaßen gut erreichbar. Es sieht ähnlich aus wie in Coober Pedy, aber wesentlich rauer. Eigentlich wollen wir von hier zum Lake Torrens, einem großen Salzsee, aber die Straße dorthin wird immer "rougher" und verliert sich in der Ebene, deshalb kehren wir um. Wie wir nachher erfahren, hätten wir nur vier Kilometer weiter durchhalten müssen.
Doch es kommt noch schlechter: In Andamooka sollte es eigentlich einen Caravan Park und einen Camp Ground geben, aber beides existiert wohl nur in der Phantasie oder auf dem Papier, wir können sie jedenfalls nicht finden. Und so fahren wir zurück nach R. D., wo wir auf einem sehr schön angelegten Caravan Park mit exzellenter Camp Kitchen ein grasiges Plätzchen finden. Neben uns steht ein Landcruiser mit Hubdach (von Apollo) und einer deutschen Fahrerin, Susanne. Der erste Teil ihres Urlaubs neigt sich dem Ende zu, Mittwoch fliegt sie von Adelaide nach Perth, um dort noch zwei Wochen bei Freunden zu bleiben.
Nach unserem Abendessen sprechen wir lange mit ihr, sie ist eine einigermaßen erfahrene und begeisterte Australienurlauberin.

Mittwoch, 13. Februar 2013
Zum Frühstück haben wir keinen Besuch, weder von Kängurus noch von Menschen. Überhaupt haben wir hier außer dem Känguru-Empfangskomitee am Eingang nur Vögel zu Gesicht bekommen, und davon auch nicht viele. Ach ja, und zwei Schafe, heute beim Frühstück. Dafür ist es bewölkt, von der Sonne bekommen wir fast nur mit, dass es hell wird.
Relativ langsam fahren wir ohne Umwege nach Port Augusta. Ich traue den beiden Hinterreifen nicht mehr viel zu. Nicht wegen des flachen Profils, das macht mir nicht so viel aus, aber dass die verbliebenen Stollen ziemlich brüchig aussehen und auch einzelne Gummistücke herausgebrochen sind macht mir zu schaffen.
Unterwegs tue ich mein gutes Werk  (für heute, für den Monat?) und bringe vier Jungs in einem Hiace wieder in Fahrt. Sie haben diese Nacht in einem Flussbett (!) gecampt und dabei die Batterie entladen. Als wir vorbei kamen, standen sie direkt vor einer engen Kurve mitten auf der Fahrbahn. Drei Fehler aufs Mal: In einem Flussbett campen geht nicht, und schon gar nicht, wenn, wie gestern und auch heute Vormittag, Regen zumindest möglich ist. Zweitens: Flussbetten haben die Eigenschaft, dass sie ziemlich am tiefsten Punkt der sie überquerenden Straße sind, also muss man das Auto in jedem Fall bergauf schieben. Und drittens geht es nicht, das Auto auf die Straße zu schieben, wenn die Situation so unübersichtlich ist wie hier.
Sie haben aber ein Starthilfekabel und da ist es ein leichtes, sie wieder flott zu bekommen.
In Port Augusta angekommen geht alles ziemlich schnell. Um 20 nach 11 sind wir da, 30 Minuten später haben wir neue Hinterreifen und um 12 steht der Landcruiser in einer Werkstatt, Neil Automotive, und wartet auf seinen Service. Und wir machen uns zu Fuß auf den Weg, die kommenden vier Stunden an der Promenade des Spencer Gulf spazierengehend und sitzend zu verbringen. Natürlich statten wir auch der Visitor Information wieder einen Besuch ab.
Um vier sind wir wieder vor Ort, 15 Minuten später ist der Wagen wieder abfahrtbereit und wir können ihn betanken, einkaufen und zu einem Caravan Park fahren.
Das Wetter kann sich nicht entscheiden. Nach den 21 Grad heute früh ist es sicher nicht wärmer als 30 Grad geworden heute und die Sonne war meist hinter Wolken verborgen. Jetzt ist die Sonne wieder da, aber es ist noch immer stark bewölkt bei angenehmer Temperatur.
Die ersten "grey nomads" sind unterwegs.

Dienstag, 12. Februar 2013
Alles hat ein Ende, und so machen wir uns heute auf weiter nach Süden. Vorbei an verschiedenen Stations erreichen wir Blinman in der Nähe des Flinders Ranges National Parks. Dort schauen wir im General Store vorbei, aber das Angebot ist doch sehr dürftig. Brot gibt es, aber aus dem Tiefkühlschrank, was allerdings nichts schadet, und Tomaten bekommen wir auch, aber sonst ist nichts von dem, was auf unserer Liste steht im Angebot. Nach einem Rundgang an den wenigen Häusern vorbei fahren wir zum Parachilna Gorge und durch den Grass Gorge zurück nach Blinman. Gorge heißt Schlucht, aber es handelt sich weniger um Schluchten als einfach um Flussbetten, die sich in die Gegend eingegraben haben, Das kann schon mal eine Schlucht sein, aber oft ist es recht licht. Hier aber sind beide Gorges von beeindruckender Tiefe und die Flüsse, die zur Zeit fast ganz trocken sind, haben beachtenswerte Flussbetten. Nach stärkerem Regenfall gibt es hier kein Durchkommen mehr. Das umliegende Gelände hat nur eine dünne Erdauflage auf felsigem Untergrund und so läuft Regenwasser direkt in das nächstgelegene Tal, wo sich innerhalb kürzester Zeit ein reisender Strom bildet.  Diese "Scenic Route" ist wirklich ihren Namen wert. Außerdem warten hinter jeder zweiten Ecke zwei, drei Kängurus und hüpfen aufgeregt davon, wenn sie unseren Wagen zu Gesicht bekommen. Und wieder sind auch Emus unterwegs. Wenn sie gleich abbiegen in das Gelände neben der Straße, dann ist es gut. Blöd ist nur, wenn sie auf der Straße bleiben und versuchen, dem Auto davonzulaufen. Da bleibt für uns dann nur zu warten.
Dann erreichen wir den Flinders Ranges National Park, aber weil wir weder halten noch im Park campen wollen, brauchen wir keinen Permit und können kostenlos weiterfahren. Wenig später sind wir an unserem Ziel angelangt. Eine Farm links vom Weg, Willow Springs, bietet Camping-Gelegenheit und auch sonstige Unterkünfte. Wie nicht anders zu erwarten sind wir alleine, nur ein weiter abseits gelegener Campground mit zwei Stellplätzen ist im Lageplan als belegt gekennzeichnet, mag sein, dass dieser kleine Campground gerade nicht benutzbar ist. Es ist auch momentan niemand da, um unseren Obolus entgegen zu nehmen, so suchen wir uns einen geeigneten Platz und nehmen die Camp Kitchen in Augenschein - klasse. Die Kängurus auf dem Platz nehmen hüpfend Reißaus, als sie uns sehen.
Nach einigen Tropfen Regen auf dem letzten Teil der Fahrt scheint jetzt wieder die Sonne und es hat 29 Grad bei leichtem Ostwind, geradezu ideale äußere Bedingungen.
Im Verlauf des Abends wird es etwas kühler, ungewohnt für uns, aber nicht unangenehm. Der Sternenhimmel ist wieder richtig schön.
Für Kenner: Heute habe ich nach 870 km vom SUB auf den MAIN umgeschaltet!

Montag, 11. Februar 2013
Wir bleiben noch eine Nacht hier in Arkaroola Village. Nachdem wir für die nächste Nacht eingecheckt haben und für heute Nachmittag einen Ausflug gebucht haben, machen wir uns auf zum Barrarana Trail, einem 7,8 km langen Rundweg. Leider brauchen wir den Troopie, denn der Weg beginnt 10 km vom Village entfernt. Wieder ein wunderbarer Wanderweg,mit einer Ausnahme gut ausgezeichnet und immer wieder mit interessanten geologischen Anmerkungen versehen. Leider gibt es heute kein Wildlife und auch die Vögel halten sich weitgehend zurück.
Rechtzeitig für den Nachmittagsausflug sind wir wieder zurück, es reicht noch, den Wagen wieder an seinen Platz zu stellen und was zu trinken. Wir sind für kurz vor eins vor dem Hotel verabredet. Dort trifft kurz nach uns Phil mit einem modernen (nicht ausgebauten und deshalb noch besser auf schweres Gelände ausgerichteten) Landcruiser. Und genau das erwartet uns: Schweres Gelände. Die Ridge Top Tour führt uns 21 km in den nördlichen Teil des Arkaroola-Gebiets bis zu einem Aussichtspunkt, "Sillers Lookout", auf einem Pinnacle, also einem steinernen Pin mitten in den Bergen. Das zu Arkaroola gehörende Gelände hgeht im Norden noch erheblich viel weiter, aber es gibt keine Wege  mehr, nicht einmal mehr Trails. Phil, unser Fahrer und Begleiter, erzählt, dass er mit einem Freund vor einigen Wochen zu Fuß in dem Gelände unterwegs war, sie haben in diesen vier Tagen keine menschlichen Spuren gefunden. Phil kennt übrigens den Besitzer des Hotels in Mungerannie.
Schon heute Vormittag war die Sonne leicht verhangen, im Laufe des Tages nimmt die Bewölkung zu und am Abend ist nichts mehr vom Himmel zu sehen. Aber ob es regnen wird? Die Bewohner hier hoffen es, ich hab' etwas Bedenken, weil Regen hier meist mit Sperrungen von Straßen verbunden ist. Auf jeden Fall gibt es heute keine Sterne zu sehen und insofern erübrigt sich auch meine Frage, ob man das Observatorium über dem Hotel besuchen kann

Sonntag, 10. Februar 2013
Nur eine kurze Fahrt liegt heute vor uns, wir wollen nach Arkaroola in den nördlichen Flinders Ranges. Das ist ein Wilderness Sanctuary, also kein Nationalpark. Eigentlich war es eine Schaffarm mit 610 Quadratkilometern. 1967 kauften Reg und Griselda Srigg (er Dr. der Geologie, Diplome in Biologie und Geografie, sie Röntgen-Assistentin mit mehreren Zusatzausbildungen) die Farm, obwohl sie bereits wussten, dass die Farm niemals ausreichend Futter für die 7000 vorhandenen Schafe abwerfen würde. Das Gelände ist viel zu unwirtlich und unbegehbar, die Schafe würden sich total verlieren in den Bergen. Deshalb verkauften sie ihre Schafe und verlegten sich darauf, das Land in seinen ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen. Reg bemühte sich bis zu seinem Tod 1995 um den Status als Nationalpark. Griselda und er hatten bereits früh die Idee, "sanften", also umgebungsangepassten Tourismus aufzubauen und sahen jetzt die Chance, diese Idee zu verwirklichen. Und das passiert bis heute. Im Moment ist nichts los, weil jetzt einfach keine Saison ist, aber ab Ostern sind dann acht Monate lang viele Touristen da. Diese Nacht sind wir die einzigen Gäste im ganzen Ressort, zu dem auch mehrere zu mietende Häuschen (Cabins) und ein Hotel (und folglich auch ein - licensed - Restaurant) gehören.
Auf der Fahrt begegnen uns immer wieder Emus mit Chicks, also Kücken verschiedener Größen. Das begleitende Elterntier ist, wie ich erfahren habe, immer der Vater. Die Mütter legen die Eier und machen sich dann aus dem Staub. Das Brutgeschäft und die Aufzucht der Jungen übernehmen die Väter alleine. Weibliche und männliche Emus sind nicht optisch voneinander zu unterscheiden.
Wir buchen ein und machen uns dann auf zu einem Bushwalk, den Acacia Ridge Walk. Durch Zahlung einer Spende an den RFDS erreichen wir, dass wir zum anderen Ende des Trails gebracht werden, damit wir nicht an der Straße entlang gehen müssen. Es ist heute nicht sonderlich heiß, da ist es möglich um kurz nach eins loszugehen.  Am Anfang begegnen uns vier Kängurus, danach kommt kein Wildlife mehr in Sicht. Der Weg führt stetig bergan, erreicht in der Mitte den Gipfel eines Berges mit einer tollen Aussicht und führt dann an der Bergkante entlang (deshalb Ridge Walk) zurück nach Arkaroola Village. Der Caravan Park ist von da nochmal 500 m weiter bergan.
Hinter dem Hotel ist ein Schwimmbad, das dürfen alle Gäste benutzen und das lassen wir uns gerade nach dem 2,5-Stunden-Marsch (mit der Ansage: allow 3,5 to 4 hours) nicht zweimal sagen.
Abends ist wieder ein schöner Sternenhimmel über uns, nur am Horizont sind ein paar Wolken.

Freitag, 8. Februar 2013

Samstag, 9. Februar 2013, Leigh Creek, SA



Samstag, 9. Februar 2013
Dieser zweite Teil des Birdsville Track ist noch besser in Schuss als der gestern durchfahrene. Stellenweise kommt es mir vor, als ob wir auf Bitumen führen.
Marree an einem Samstag ist noch verlorener als Boulia an einem Sonntag. Also kaufen wir ein paar Sachen ein - wegen des Übergangs nach SA haben wir seit Birdsville keine frischen Lebensmittel mehr - dann fahren wir weiter nach Leigh Creek.
Auch hier macht sich der Samstag und die Sommerzeit bemerkbar: Der Laden hat schon zu, der Ort ist ziemlich tot, der Caravan Park ist leer und das Office ist geschlossen,  Park. Glücklicherweise tut hier wenigstens das Handy und so kann ich jemanden anrufen, die mir weiterhilft. 20 Minuten später haben wir Zugang zu den Waschräumen und zur Camp Kitchen. Hier gibt es richtigen Schatten unter Eukalyptusbäumen und nur wenige Fliegen. Da sind die 40 Grad von heute Mittag schon nicht mehr so heftig. Im Hochsommer in das Innere des 5. Kontinent fahren – warum nicht? Andere fahren ja auch im August nach Südspanien, Israel, Nordafrika. Da ist es auch nicht kälter.

Freitag, 8. Februar 2013
Weil ich nach dem Frühstück noch zwei Mails verschicke, was länger dauert als gedacht, und wir uns noch von den Schweizern verabschieden (sie  bleiben heute in B und fahren dann weiter in den Diamantina NP), sind wir erst um halb neun unterwegs. Fünf Kilometer nach Birdsville beginnt die Dirt Road, die in einem guten Zustand ist. Weitere 5 Kilometer später sind wir wieder in South Australia. Sturt Stony Desert ist so, wie der Name sagt: steinig, bedeckt mit Millionen roter Steine, von fingerspitzen- bis faustgroß.
Anschließend fahren wir durch die Strzelecki-Wüste, im Grunde unterscheidet sie sich nicht von dem, was vorher war, Sand und Steine, Buschland und Mitchellgras und kaum Bäume.
Und dann sind wir bei Mungerannie, wo wir heute übernachten. Es ist ein ganz typisches Roadhouse mit allem, was dazugehört. Der etwas skurrile Besitzer, Verwalter, Pächter (?) hat nicht viel zu tun. Wir trinken was bei ihm in der Bar und führen ein wenig Small Talk, dann stellen wir unser Auto auf und setzen uns an den Billabong, um Vögel zu beobachten. Ich hatte nicht erwartet, so etwas hier vorzufinden, am Rande dreier Wüsten (Tirani, Strzelecki und Simpson). Es ist fast schon eine Oase. Der hauseigene Pool mit Wasser aus dem G.A.B. ist leider viel zu warm zum Baden, mindestens 60 Grad.  Dafür gibt es wieder viele Fliegen, das muss mit dem Wasser zu tun haben.

Donnerstag, 7. Februar 2013
Gleich nach dem Aufstehen gehe ich rüber ins Schwimmbad, schön, dass es schon um 6 aufmacht.
Noch vor dem Frühstück erledige ich den ausstehenden Anruf (über Festnetz) in Sydney, ich soll den Service in Port Augusta machen lassen. Auch recht, dann gibt es jedenfalls keine größeren Diskussionen über den Verzug.
Etwa 15 Minuten nach Öffnung gebe ich in der V. I. den Schlüssel ab, dann geht's nach Süden. Nichts Wesentliches bleibt von der Fahrt zu berichten, außer vielleicht, dass uns eine Militärkolonne entgegen kommt und somit alle Zahlen von Verkehr der letzten Tage übertroffen werden: Vorgestern waren es in Winton zwei Autos, die uns begegnet sind und unterwegs dann einer, gestern waren es insgesamt nur zwei, incl. Bedourie!
In Birdsville sehen wir uns fast eine Stunde lang im V.I. um, bevor wir uns auf den Weg zur Big Red Dune machen, einer großen Düne am Rande der Simpson Desert. Die Durchfahrt durch die Wüste ist in den Sommermonaten gesperrt, aber an den Rand dürfen wir. Unterwegs ist die Straße stellenweise etwas rutschig, das ist das Ergebnis des gestrigen Gewitters. Der Blick von der Düne ist überwältigend.
Bevor wir auf den Campingplatz fahren, will ich tanken, aber an der Tankstelle hängt ein Schild: "Plane late, back at 4.30". Wie auch immer man das interpretieren will, auf jeden Fall geht momentan nichts. Bei der anderen Tankstelle kostet das Diesel 4 Cent mehr pro Liter, da lohnt sich das Warten.
Auf dem Caravan Park sind wir zuerst alleine, wir haben also die freie Auswahl. Später kommt noch ein zweiter Landcruiser, einer mit Rooftop Tent, also Zelt auf dem Dach. Wir kommen ins Gespräch, es sind Schweizer, auch sie machen eine längere Reise, die sich bereits in der Endphase befindet, im März ist Schluss. Den Landcruiser haben sie, wer hätte es gedacht, von Bruno gekauft.

Mittwoch, 6. Februar 2013
Wir werden erst kurz vor sieben wach. Wahrscheinlich deshalb, weil wir gestern Abend wegen der Fliegeninvasion alle Vorhänge zugezogen haben. Dabei war ich um fünf schon mal wach, aber das war mir noch zu früh zum Aufstehen.
Auf dem Weg von Hunter’s Gorge zum Diamantina Lakes begegnen wir mehreren großen Wasservögeln. Wegen der Kürze der zur Verfügung stehenden Beobachtungszeit kann ich nicht erkennen, welcher Art die anderen drei neben einem Kranich waren.
Diamantina Shire. Ein Landkreis, der aber auch nicht mit unseren Landkreisen vergleichbar ist. Er umfasst 95.000 Quadratkilometer Outback, wie er im Buche steht. Es gibt nur drei Ansiedlungen, Betoota in der Südostecke des Shire, Birdsville und Bedourie. Bedourie ist Verwaltungssitz und hat 120 Einwohner, Birdsville ist nur geringfügig größer und bekannt als Ausgangspunkt des Birdsville Track. Auf diesem Weg wurden früher vom Endpunkt der Eisenbahn in Marree die Waren per Kamelkarawane nach Queensland gebracht. In der Gegenrichtung wurden die Rinderherden aus Queensland nach Marree getrieben, um dort in die Eisenbahn in die Städte des Südens verladen zu werden. Alle drei Ansiedlungen veranstalten jährlich ein Pferderennen. Bedourie am letzten Wochenende im August, Birdsville eine Woche später und Betoota am zweiten Septemberwochenende. Nach Birdsville kommen zum Rennwochenende etwa 6.000 Besucher aus dem In- und Ausland, der Flugplatz (mit zwei sich kreuzenden Landebahnen!) ist an diesem Wochenende Australiens Flugplatz mit den meisten Flugbewegungen.
Ab und zu zweigen Pisten von unserem Weg ab und es ist eine reine Gefühlssache, sich auf eine, die die richtige zu sein scheint, festzulegen. Erst, als vor uns der Friedhof der Monkira Station auftaucht, wissen wir, dass wir richtig sind. Nur einen Kilometer weiter ist die Kreuzung mit der Diamantina Developmental Road, auf der wir nach Bedourie, unserem heutigen Ziel, fahren werden.
Und wieder ziehen Wolken auf, je später, desto mehr. Einmal sind wir für 15 Minuten im Schatten einer Wolke. Das senkt allerdings die Temperatur nur unwesentlich, nur gefühlt ist es gleich kühler.
In Bedourie gibt es neben dem städtischen Campingplatz, auf dem wir heute unser Lager aufschlagen, einen kostenlos benutzbaren Swimming Pool mit Spa. Die Spa, ein Warmwasserbecken, wird mit Wasser aus dem Great Artesian Basin betrieben. Das G.A.B. liegt etwa 1 km unter Queensland und Teilen der angrenzenden Bundesstaaten und ist mit reinem Wasser gefüllt, dass unter so hohem Druck steht, dass es, wenn eine Bohrung vorgenommen wird, bis zu fünf Meter nach oben schießt. Warmes, ja heißes Wasser in Trinkqualität, das von alleine an die Oberfläche kommt, was will man mehr. Allerdings war das früher so, heute ist der Druck durch die vielen Entnahmestellen doch deutlich (naja, um etwa 1/20) abgesenkt. Das Wasser hat eine sehr hohe Qualität, das Bassin wird durch Regenwasser im Norden des Kontinents immer wieder aufgefüllt. "The Bubbler" und die Quelle in Coward Springs, die wir beide bei unserer Reise 2010 besucht (und auch benutzt) haben, werden sicherlich auch aus dem Basin gespeist. In Winton hat das Wasser, wenn es an die Oberfläche kommt, 80 Grad C, also deutlich mehr, als üblicherweise verwendbar. Auch heute kommen wir an einem Bohrloch vorbei, das Wasser da hat rund 60 Grad, wenn es aus der Erde kommt. Die Spa hier hat 40 Grad, dennoch werden wir darauf hingewiesen, nicht zu lange im Wasser zu bleiben. Jeder Besucher muss sich in der Visitor Information registrieren und bekommt dann einen Schlüssel gegen eine Pfandgebühr. Also können wir morgen erst weg, wenn die V. I. wieder offen hat: Nach halb neun.
Unser Landcruiser brucht einen Service. Leider haben wir hier in Bedourie kein Handynetz und als ich ein öffentliches Telefon gefunden habe, ist das Büro von Bruno in Sydney nicht mehr besetzt. Es erscheint mir etwas zu lange, mit dem Service bis Adelaide zu warten, das sind immerhin noch mindestens 1.500 km.
Apropos, heute haben wir die 10.000 Kilometer vollgemacht. Seit 4. Januar sind wir unterwegs, 33 Tage. Im Schnitt 300 km pro Tag, das ist mehr, als ich eigentlich vorhatte. Aber es war nicht unangenehm, im Gegenteil.
Am Abend lösen sich bei uns die Wolken auf, am Horizont dagegen verdichten sie sich, im Süden und im Osten sieht man starkes Wetterleuchten. Im Süden? Ja, aber ich hoffe mal, dass uns das nicht behindern wird.

Dienstag, 5. Februar 2013
Nach einem Halt beim Bäcker - als wir gestern in Winton ankamen, hatte er schon zu - starten wir zurück nach Westen. Schon 51 km später geht es links ab auf die Diamantina River Road. Das ist eine Dirt Road (eigentlich schlechter als Gravel), die sich um die verschiedenen Arme des Diamantina herumwindet. Aber der Diamantina ist zum Glück trocken und die Straße in einem sehr guten Zustand - im Vergleich zu dem, was ich erwartet oder befürchtet hatte. Der Name des Flusses kommt übrigens von der Gattin des ersten Gouverneurs von Queensland, sie war Griechin und sozusagen Taufpatin.
Viel Wildlife ist unterwegs, ein deutliches Zeichen dafür, dass in letzter Zeit sehr wenig Verkehr hier war. Wir sehen Emus, Kängurus, Australian Bustards (flugfähige Laufvögel von 76 - 150 cm Größe) und immer wieder Adler. Eine Gruppe Emus, ein großes und acht deutlich kleinere Tiere, rennen vor uns weg, bleiben dabei aber auf der Straße. Sie erreichen eine Geschwindigkeit von 30 km/h, auch noch, als sie endlich ins Gestrüpp neben der Straße abbiegen. Kängurus sind auf der Flucht nicht langsamer.
Gegen Mittag ziehen am Horizont Wolken auf, die ersten seit elf Tagen. Und es werden schnell mehr. Am Nachmittag lösen sie sich dann aber wieder auf, jedenfalls die, die nahe bei uns sind.
Bereits gegen zwei haben wir den Diamantina National Park erreicht, eine Stunde später sind wir an Hunter's Gorge. Hier, abseits jeglicher Infrastruktur außer eines Plumpsklos werden wir am Ufer eines noch Wasser führenden Flussarms die Nacht verbringen. Hier gibt es Löffler (mit gelbem und mit schwarzem Schnabel), Pelikane, Reiher und jede Menge, Hunderte, Plumed Whistling Ducks, eine "gänseähnliche" Ente, die sich mit pfeifenden Geräuschen verständigen. Auch ein Adler streicht vorüber. Und es gibt leider auch jede Menge Fliegen. Bisher sind wir von denen weitgehend verschont geblieben, aber hier ist es ziemlich heftig. Mal sehen, ob die wissen, dass sie sich mit der Sonne zu verabschieden haben.
Beim Streifen durch das Ufergelände, um näher an die Vögel zu kommen, stöbere ich ein Schwein auf, das im niedrigen Uferwasser ruht. Es ist ganz schwarz, so viel kann ich sehen, bevor es sich im Unterholz einer kleinen Insel versteckt. Da komme ich nicht hin, schon wegen meiner Angst vor denhiesigen Schlangen. Von den 22 Arten, die es in QLD gibt, sind fünf nicht giftig. Unterscheiden könnte ich sie ohnehin nicht, also gehe ich lieber allen aus dem Weg.
Es ist gut warm heute, ich denke, so um die 46, 47 Grad. Gestern hatte es 43 und heute ist es deutlich wärmer, trotz des Windes.
Ich warte mit dem Kochen bis fast zum Sonnenuntergang, aber das ändert nicht viel. Die Fliegen sind im Laufe des Nachmittags immer aggressiver geworden, das erreicht jetzt beim Essen, nachdem die Sonne untergegangen ist, seinen Höhepunkt. Doch dann ist es mit einem Mal vorbei, wenig später ist es dunkel.
Der Sternenhimmel ist hier draußen, fernab von jeglicher Lichtquelle, unübertroffen schön. Es sind so viele Sterne zu sehen, dass sogar ein so vertrautes Sternbild wie der Orion im Sternenmeer unterzugehen droht. Nur das Kreuz des Südens ist am Rande des Kohlensacks immer gut zu sehen, wenn es über dem Horizont steht.

Montag, 4. Februar 2013
Ein Nachtrag zu meiner gestrigen Bemerkung über das Shire bzw. seine Verantwortlichen. Das Shire erstreckt sich über eine Fläche von rund 78.000 Quadratkilometern und hat 600 (!) Einwohner. Da ist klar, dass nicht alle durch das Shire führenden Straßen aus den laufenden Einnahmen instand gehalten werden können. Aber dies auf einem Schild kundzutun in nörgeligem Tonfall geht überhaupt nicht.
Vor der Abfahrt rufe ich in Sydney an. Bruno ist mit dem Bericht zurechtgekommen. Aber er möchte uns ein anderes Auto geben, weil die Reparatur doch bald durchgeführt werden soll (die Versicherung des Unfallverursachers will das so) und er aus Erfahrung weiß, dass das seine Zeit dauern wird, auch wenn es, so wie es aussieht und wie auch Steve in Alice meinte, nur die Stoßstange ist. Unser Ersatzrad hängt ein bisschen schief, es wurde von dem Kuhfänger des Auffahrenden in die Hecktür gedrückt. Es ist einigermaßen erklärlich, wieso bei unserem Gegner so hoher Schaden entstanden ist: Durch die Vollbremsung ging sein Auto vorn in die Knie und seine Stoßstange war tiefer als unsere. Deshalb hat der Kühler, mit dem er meinen Anhängerbügel gerammt hat, den Erstschlag abbekommen. Schade, wir hatten uns gerade aneinander gewöhnt. Allerdings werden wir alle beweglichen Sachen mitnehmen in den Austausch, es sei denn, dort ist was, was noch besser ist als bei uns (leider hat der Tauschwagen einen Gasherd und folglich eine Gasflasche - und schon passt unsere Ordnung nicht mehr. Mal sehen). Also müssen wir sehen, dass wir am 20. Februar in Adelaide sind, das kommt einigermaßen hin, allerdings müssen wir noch ein wenig "rumtrödeln".
Die Kennedy Developmental Road, die wir heute entlang fahren, ist im Grunde nur einspurig. Aber dank breiter Schultern und guter Übergänge zwischen Bitumen und Schotter ist das alles kein Problem. Gegenverkehr, so es ihn denn gibt, sieht man ohnehin weit im Voraus und überholen will selten jemand. Ab und zu gibt es auch Überholmöglichkeiten, mindestens fünf Kilometer vorher angekündigt: "Overtaking Opportunity 5 km ahead". Die früheste Vorankündigung waren 23 km!
Boulia Shire ist offensichtlich Budgie-Land. Budgies, eigentlich Budgerigar, sind indigene Vögel, die es als Gattung nur in Australien gibt. Abr de facto gibt es sie überall auf der Welt, als Haustiere, es sind Wellensittiche. In großen Schwärmen streifen sie über das Land, mit völlig unberechenbaren schnellen Kursänderungen, so dass ich sie kaum fotografieren kann. Und wenn sie dann mal landen, was sie viel seltener tun als sie es antäuschen, dann landen sie in einem grünen Baum - und sind verschwunden, grün auf grün halt.
Wir fahren weiterhin durch Mitchell Grass Plains, riesige nahezu baumlose Ebenen, die mit Mitchellgras bewachsen sind. Die vier Arten dieser Gräser haben die Eigenschaft, bei Trockenheit ihren Metabolismus derart runterfahren zu können, dass sie wie tot aussehen. Im Falle von Regen sind sie aber in kürzester Zeit wieder "da", also frisch und grün.
Langsam gehen diese Ebenen in das Georgina River-Diamantina River Catchment Basin über. Dies ist eine Fläche, dreimal so groß wie England, die den beiden Flüssen Georgina und Diamantina (sprich daimäntina, mit kurzem aber betontem ä) als Ursprungsgebiet und als Wassergrundlage dient. Die beiden Flüsse sind jeweils etwa 1.000 km lang und versorgen den Süden des Kontinents mit Wasser von hier. Allerdings sind beide nicht ständig wasserführend, im Gegenteil, sie sind meist trocken. Aber wenn es regnet, erreichen ihre Fluten gewaltige Ausmaße. Georgina River erreichte beim Hochwasser 1976 eine Breite von 25 km und n der Brücke des Plenty Hwy einen Pegelstand von 8m - das ist 5,5 m über Brückenniveau!
Kurz nach drei sind wir nach 3276 km auf dem Outback Way in Winton. 550 km mehr alsfür den Outback Way ausgewiesen? Das sind unsere Abstecher von der Strecke, der Umweg über King's Canyon und den Larapinta Drive und die Kilometer an den drei Pausentagen.

Sonntag, 3. Februar 2013

Sonntag, 3. Februar 2013, Boulia


Sonntag, 3. Februar 2013
Als wir gerade fertig sind zum Aufbruch, kommt ein anderes Auto angefahren, wohl Freunde der Familie. Sie fahren zum Waschhaus und bleiben prompt mit ihren Fahrrädern auf dem Dach an einem Ast hängen. Dummerweise geht es auch nicht einfach wieder zurück und so geht offensichtlich einiges kaputt.
Wir fahren weiter auf dem Plenty Hwy, der nach 5 Kilometern, also an der Grenze, in den Donohue Hwy übergeht. Der Shire (das ist ein Landkreis) Boulia beschwert sich auf einem großen Schild, dass der Staat vom Shire verlangt, die Straße (gemeint ist der Donohue Hwy), von der sie ohnehin nicht profitieren, zu unterhalten. Sie seien viel zu arm, um die nötigen Mittel aufbringen zu können. Ich halte dieses Poster für kontraproduktiv, denn an wen wendet es sich? Die Trucker, die hier vorbeikommen oder die Touristen? Beiden ist das ziemlich egal und so macht sich das Shire nur lächerlich.
Wenig später  begegnet uns zum ersten Mal überhaupt auf einer Gravelroad ein Roadtrain - es ist ein 21-Achser mit Viehanhängern - entgegen. Man sieht ihn wirklich schon weit im Voraus, allemal rechtzeitig genug, um Vorsorge zu treffen, das heißt, eine geeignete Stelle am Straßenrand aufzusuchen und zu warten. Im Moment des Vorbeifahrens ist die Sicht noch gut, dann steht man im dichten rötlichen Staub und sieht gar nichts mehr. Aber schon 30 Sekunden später ist dank des nach wie vor starken Windes alles so, als sei nichts gewesen.
Wir wissen nicht genau, wann wir in Boulia, unserem Etappenziel, ankommen. Seit der Grenze gilt Queensland-Zeit und ich weiß nicht, um wie viel sie sich zurzeit von der NT-Zeit unterscheidet. In Camooweal, weiter im Norden, steht an der Grenze "Adjust your watches by 30 minutes" - ob das hier und zu dieser Zeit auch gilt? Das Handy tut gerade nicht, der Akku ist leer. Außerdem ist fraglich, ob wir hier überhaupt Empfang haben. Wie auch immer, es ist jedenfalls wie ausgestorben hier. Klar, heute ist Sonntag, da haben die Geschäfte zu, die Visitor Information hatte bis 12 offen, sogar auf dem Caravan Park ist niemand. Also stellen wir uns an eine uns geeignet scheinende Stelle und harren der Dinge, die da kommen - oder auch nicht.
Btw, es sind 30 Minuten.

Samstag, 2. Februar 2013
Der Unfall lässt mich noch nicht los. Zwei Mal heute Nacht wache ich auf, weil ich den Aufprall höre - und kann nur schwer wieder einschlafen. Habe ich einen Fehler gemacht, was ist mit dem Unfallgegner, habe ich zu viel gesagt, kann doch noch was nachkommen, kommt Bruno mit meinem falsch ausgefüllten Collision Report zurecht? Lauter so Fragen gehen mir durch den Kopf.
Beim Frühstück ist es reichlich kühl, wenn ich den Pullover nicht nach dem Waschen tief unten im Auto verstaut, würde ich ihn jetzt anziehen. Sobald die Sonne uns erreicht, wird es angenehm. Ein Willie Wagtail, ein kleiner Vogel, der immer mit dem Schwanz wippt, leistet und Gesellschaft.
Geradewegs nach Osten. Immer wieder halten wir an, sehen uns irgendetwas an, genießen die Landschaft, die sich manchmal sehr plötzlich ändert. Da kommen wir an eine Kuppe und dahinter bietet sich ein total neues Bild. Doch, es ist schön.
Anfangs kam uns gelegentlich ein Auto entgegen, einmal fuhr auch eines bei einem unserer Stopps an uns vorbei, später waren wir mutterseelenallein unterwegs. Der Hwy ist überwiegend in gutem teils sogar sehr gutem Zustand. Solange wir nicht in Regen kommen, wird das wohl auch in Queensland (QLD) nicht viel anders sein. Die in Tobermorey erteilte Auskunft ist jedenfalls vielversprechend.
Auf dem zweiten Teil der Strecke kommen wir an mehreren Stations, Viehfarmen, vorbei. Überall stehen Kühe und vor allem Kälber im Schatten (oder auch mal auf der Straße). Diesseits der Grenze sind das vor allem Jinta St. und Jervois Station, in Queensland sind Tobermorey Station  die größte) und Glenormiston zu erwähnen. Jervois Station hat rund 8000 Zuchttiere im Bestand auf einer Fläche von 1.500 Quadratkilometern. Tobermorey Station nennt 1,5 Mio Acre - das sind rund 6.000 qkm - sein eigen. Alle diese Farmen und einige weitere kleinere betreiben nur das "Calving", also die Aufzucht der Kälber. Die werden, wenn sie entwöhnt und den Reisestrapazen gewachsen sind, mit wenigen Ausnahmen zu anderen Farmen weiter im Süden gebracht, wo sie aufgefüttert werden bis zur Schlachtreife. Vermutlich wegen der vielen Rindviecher und ihrer Droppings ist die Zahl der Fliegen heute deutlich höher als bisher auf dieser Reise durch das Innere Australiens.
Unterwegs ändern wir unseren Plan für heute und unterbrechen die Reise doch schon in Tobermorey, da haben wir noch eine weitere Nacht in NT. Wir fahren auf der Gravelroad einen Durchschnitt von knapp über 60, das heißt, im Wesentlichen Tacho 70, damit kommen wir gut durch, es staubt nicht so sehr und auch der Dieselverbrauch bleibt im Rahmen.
Der Caravan Park in Tobermorey - natürlich sind wir auch heute alleine - ist gut. Wir stehen auf einer grünen Wiese, die, den Hinterlassenschaften nach, von Kühen kurz gehalten wird, im Schatten von mittelhohen Eukalyptusbäumen.

Freitag, 1. Februar 2013
So sieht jemand aus, der versucht, sich mit unserem Landcruiser anzulegen.


Und das ist das Bild, mit dem sich unser Auto präsentiert.


Wir sind kaum vom Campingplatz losgefahren, da kommt uns ein Feuerwehrauto mit aktiviertem Blaulicht entgegen. Er will nach rechts abbiegen, so bremse ich ab. Kaum bin ich im Stillstand, knallt es, mein Hintermann hat wohl geschlafen.  Alles Weitere geht fast automatisch: Die Feuerwehrleute, die es wohl doch nicht so eilig hatten, sperren die Straße ab, leiten den Verkehr um uns herum und schicken mich an den Straßenrand (weil ich noch fahren kann). Dann kommen nacheinander eine Ambulanz, aber zum Glück ist keinem der drei Unfallbeteiligten etwas passiert, ein Polizeiwagen mit den üblichen zwei Mann Besatzung, die sich um die Unfallaufnahme kümmern, und ein weiterer Feuerwehrwagen, dessen Insassen sich daran machen, die Hinterlassenschaften des Unfalls wie Scherben und vor allem Kühlwasser von der Straße zu entfernen. Ich telefoniere mit Bruno, er hätte gerne Bilder von seinem Wagen, damit er abschätzen kann, wie zu verfahren ist. Ich versuche drei Mal, mit meinem "Hintermann" zu sprechen, beim ersten Mal wendet er sich wortlos ab, beim zweiten Mal will er die Polizei abwarten, beim dritten Mal ist er nicht viel gesprächiger, aber ich bekomme die notwendigen Informationen für den Unfallbericht. Genau eine Stunde nach dem Aufprall sind wir alleine am Unfallort und fahren weiter. Ein visueller Check bei einem Vertragspartner von Bruno am nördlichen Ausgang von Alice Springs bescheinigt uns, dass wir ohne Bedenken weiter fahren können.
Beim obligatorischen Halt am Tropic of Capricorn - ab sofort sind wir in den Tropen - stehen drei schwarze Porsche mit Ludwigsburger Kennzeichen, aber ohne Typenschilder, mit laufenden Motoren auf dem Parkplatz. Zwei weitere sind unterwegs. Sie machen Testfahrten um festzustellen, wie sich die Wagen bei den Bedingungen hier verhalten. Der eine mit dem ich spreche meint, dass die Geschwindigkeitsbeschränkung - hier in NT ist maximal 130 kmh erlaubt - ihnen Probleme bereite. Dabei meinte ich, in der geringen Bodenfreiheit das Hauptproblem zu sehen.
Kurz nach dem Abbiegen auf den Plenty Hwy liegt rechts ein totes Känguru, mehrere Adler und andere Greifvögel machen sich daran zu schaffen. Ich halte, um zu fotografieren, aber trotz gebührlichen Abstands kommen die Vögel nicht mehr her. Schade.
In Gemtree machen wir eine Pause, bleiben aber erst mal nicht, sondern fahren weiter. Aber es ist schwierig, den A.V.I. Mud Campground zu finden und so kehren wir trotz letztlich erfolgreicher Suche wieder um und bleiben über Nacht in Gemtree, weitgehend alleine auf einem riesigen Areal. Bis gestern war hier ein traditionelles Tanzevent der Aboriginal, aber das ist leider bereits zu Ende.


Donnerstag, 31. Januar 2013
Schon wieder eine Art Ruhetag, jedenfalls ohne nennenswerte Fahrtstrecke.
Wäsche waschen, Schwimmen, Auto aufräumen, Spaziergang in Alice, SIM-Karte aufladen, Botanical Garden (mit Kängurus, denn wir sind ziemlich spät dran), dann zu Bojangles zum Abendessen - das war's dann auch schon fast.
Rechtzeitig zum Sonnenuntergang sind wir zurück am Platz. Ich gehe noch mal schwimmen, Brigitte schreibt ein paar der heute gekauften Karten.

Mittwoch, 30 Januar 2013
Dem Red Centre Way - früher Mereenie Loop - folgend fahren wir nach Alice Springs.
Unterwegs kommen wir an einem Wegweiser zum  Gosse Bluff vorbei. Der Name reizt uns und deshalb biegen wir ab. Eine nette 4WD-Strecke von 6 Kilometern führt uns ans Ziel: Ein Kometenkrater, entstanden vor etwa 142,5 Millionen Jahren. Was ich erstaunlich finde ist, dass die Aborigines ebenfalls eine kosmische Erklärung für diese runde Bergkette haben: Die Milky Way Women trafen sich zum rituellen Tanz. Eine von ihnen legte ihr Baby in der Tnora, einer Holzschale, ab. Die Holzschale rutschte vom Tanzboden und fiel auf die Erde,  das Baby wurde unter der Schale begraben. Mutter (=Abendstern) und Vater (=Morgenstern)schauen nach wie vor nach ihrem Kind.
Auch Redbank Gorge, Glen Helen Gorge, Ellery Creek Big Hole - ein dauerhaft wasserenthaltendes Wasserloch, in dem man baden kann, was auch einige tun -
 und Simpsons Gap locken uns weg von der direkten Route. Und so sind wir erst gegen halb fünf in Alice Springs. Tanken (unser Schnitt auf den letzten 2.000 Kilometern liegt bei 12,08 L/100 km, und das, obwohl darin die Abschleppaktion enthalten ist ), ein Besuch im Visitor Centre wegen eines Campingplatzverzeichnisses und eines Stadtplans und bei Coles, um unsere inzwischen arg geschrumpften Vorräte wieder aufzufüllen, stehen auf dem Programm.
Auf dem von uns ausersehenen Caravan Park 10 km vor der Stadt laufen uns gleich zwei bellende Hunde entgegen, ein dritter stellt sich uns beim Weg zum Office in den Weg, da hat Brigitte genug, wir fahren zu einem anderen Platz zurück nach Alice. Dort hat allerdings das Büro schon geschlossen, es ist ja auch schon fast sieben. Per Telefon bekommen wir den Zugangscode. Auto aufstellen, Tisch und Stühle rausstellen, Schuhe wechseln, dann mache ich mich ans Kochen, während Brigitte die Einkäufe verstaut und sich über uns ein großer Schwarm Galahs mit lautem Geschrei aufs Schlafen vorbereitet.

Dienstag, 29. Januar 2013
Sozusagen mit dem ersten Hahnenschrei brechen wir auf, so dass wir mit der Sonne am Canyon Rim - das ist die teile Kante, die es zu erklimmen gilt, bevor wir dann oben entlang wandern können - hinaufsteigen. Diese erste Etappe ist ein bisschen hart, alles andere ist problemlos - wenn man sich nicht verläuft, so wie es uns vor sechs Jahren passiert ist. Drei Gruppen sind außer uns unterwegs, es war schon voller hier. So gesehen ist die Reisezeit jetzt fast genial, denn die meisten Leute wollen aus Angst vor der Wärme nicht ins Red Centre. Für heute ist es kühler angekündigt, nur 34 Grad, deshalb ist der Rimwalk heute, im Gegensatz zu den letzten Tagen, keinen Restriktionen unterworfen. Zumindest von der Seite her hätten wir es später angehen können.
Den Rest dieses  sehr entspannten Tages verbringen wir im Resort. Es wird abgesehen von der morgendlichen sportlichen Leistung ein Tag zum Ausruhen. Schwimmen, Lesen, Reden - allmählich werde ich etwas ruhiger und fühle mich nicht mehr gehetzt.
BTW, hier kostet Diesel 2,35 AUD/L! Ich denke und hoffe, dass wir bis Alice Springs durchkommen, ohne nachtanken zu müssen.

Montag, 28. Januar 2013
Wir verlassen den "offiziellen" Outback Way bei Curtin Springs, um über King's Canyon und den Mereenie Loop nach Alice zu fahren.
Unterwegs überholen wir auf dem Lasseter Hwy einen Kameltransport, das ist schon etwas Besonderes. Ein ausgewachsener Roadtrain, beladen mit Kamelen - und das macht ihnen scheinbar nichts aus. Am Mt. Connor Outlook war der LKW an uns vorbeigefahren, wenig später haben wir ihn dann überholt. Technische Probleme? Es sieht so aus, wie heute überhaupt technische Probleme sih zu häufen scheinen. Einmal haben wir angehalten, konnten aber nicht helfen, beim 2. Mal war ich "eingeklemmt" zwischen einem Bus und einem Mietwagen und konnte/wollte deshalb nicht anhalten, beim dritten Mal war bereits Hilfe vor Ort. In Curtin Springs halten wir an und sehen uns die Voliere mit den indigenen vögeln an: Budgerigars (Wellensittiche, die habe ich in Freiheit hier noch nicht gesehen) und Cockatiels.
Auf der Larutja Road stören wir zwei Kängurus am Straßenrand aus ihrer Siesta auf. Zuerst dachte ich, es sei eine dieser Installationen oder ein zufällig geformtes Baumstück. In King's Creek macht ein großer Schwarm schwarzer Kakadus (red tailed black cockatoos) Pause. Weil hier die Anweisung ausgehängt ist, den Canyon Rim Walk spätestens um acht zu beginnen, fahren wir noch bis zum King's Canyon Resort weiter. Wie fast schon erwartet, sind die beiden anderen mit dem TCC Landcruiser auch schon da - im Swimming Pool. Wir bekommen den Stellplatz mit der größten Neigung und dem wenigsten Schatten, obwohl fast alles frei ist.
Aber Pool und  Camp Kitchen sind wirklich gut und da macht es dann auch nichts, dass der Wind nach wie vor in Böen mit 40 km/h daher kommt. Beim Kochen bin ich in einem gut belüfteten Raum, im Freien ist der Wind eher angenehm, es hat immerhin 35 Grad.